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Nach neun Siegen in Folge erwischte es am Sonntag die Frauen des ECDC Memmingen in der Eishockey-Bundesliga. Beim Vorjahresmeister Planegg unterlagen die Maustädterinnen mit 1:4 (0:1/0:2/1:1) und bleiben so erstmals in dieser Saison ohne Punktgewinn. Sechs Wochen Spielpause lag hinter den Allgäuerinnen und sie mussten im Spitzenspiel mit zahlreichen Einschränkungen kämpfen. Hauptproblem war lange Zeit die Torhüterfrage: Franziska Albl kam mit einer  Kapselverletzung am Sprunggelenk von der U18 WM zurück, Viola Hotter hatte ein Nachwuchsspiel bei ihrem Stammverein und Julia Klose fiel mit Verdacht auf Schlüsselbeinfraktur aus. Erst nach intensiven medizinischen Bemühungen bekam Franziska Albl schließlich doch noch grünes Licht für einen Einsatz. Verzichten mussten die Allgäuerinnen am Sonntag auch noch auf beide Kanadierinnen: Kate Smith und Erin Normore waren von ihrer ehemaligen Universität in den USA in das All-Star-Team berufen worden und erhielten die Ehrung zeitlich so ungünstig, dass trotz aller Bemühungen der Rückflug pünktlich zum Spitzenspiel nicht mehr realisiert werden konnte. Melanie Häringer sowie Saskia Selzer mussten gesundheitlich passen, Katharina Oertel und Luisa Brugger spielten in der Schüler Bayernliga, so dass ECDC Coach Frieder Schüle seine Formationen und die Taktik komplett umstellen musste.

Seine verordnete Marschroute ging auch lange Zeit auf. Planegg optisch überlegen, Memmingen machte aber die Räume im eigenen Drittel eng und wartete auf Konter. Pech für die Maustädterinnen, dass ein abgefälschter Schuss von Jessica Hammerl Ende des ersten Drittels den Weg ins Memminger Tornetz fand (19. Minute). Schon nach einer Minute im Mitteldrittel erhöhte Manuela Anwander für Planegg auf 2:0 - die Allgäuerinnen wirkten jetzt nicht mehr so konzentriert wie zu Beginn. Kathrin Lehmann baute schließlich mit einem Schuss von der blauen Linie die Führung auf 3:0 (28. Min) aus. Memmingens Trainer stellte dann zu Beginn des Schlussdrittels seine Sturmreihen nochmals um und konnte so mehr Druck auf das Planegger Tor erreichen. Kurze Zeit kam Hoffnung auf, als Marie Delarbre endlich der Anschlusstreffer zum 3:1 gelang (57.). Doch Planeggs Antwort kam postwendend. Praktisch den einzigen Konter, den die ECDC Frauen an diesem Tag zuließen, verwertete Manuela Anwander mit einem Schuss in den Winkel zum 4:1 Schlussstand.






„Mit dem ersten und letzten Drittel war ich sehr zufrieden. Nur im Mittelabschnitt haben wir nicht das gespielt, was notwendig gewesen wäre“ so Frieder Schüle nach dem Spiel. Gleichzeitig gibt sich der Memminger Übungsleiter auch zuversichtlich, was den Meisterschaftskampf angeht. „Noch haben wir es selbst in der Hand“.

Nachdem Memmingen das Hinspiel Ende November für sich entscheiden konnten steht es nun Unentschieden im Duell der beiden Meisterschaftsaspiranten. Die Memminger Frauen verloren erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder die Tabellenführung und die Münchner Vorstädterinnen konnten an ihnen vorbeigezogen. Allerdings hat der ECDC bei zwei Zählern Rückstand auch zwei Partien weniger ausgetragen – damit liegen die Trümpfe nach wie vor bei den Maustädterinnen.

ESC Planegg – ECDC Memmingen 4:1 (1:0/2:0/1:1)

1:0   (18:11) Jessica Hammerl (Bettina Evers)
2:0   (21:00) Manuela Anwander (Kathrin Lehmann)
3:0   (27:42) Kathrin Lehmann (Monika Pink)
3:1   (56:04) Marie Delarbre (Susanne Fellner, Julia Seitz)
4:1   (56:32) Manuela Anwander (Yvonne Rothemund, Bettina Evers)


Strafen: je 8 Minuten